Das nächste Spitzenspiel steht in der Fußball-Landesliga Südwest am kommenden Freitag, 2. Oktober (19.30 Uhr), an: Dann empfängt der SV Manching (25 Punkte) als Fünfter den Spitzenreiter VfB Durach (31). Dieses Top-Duell hat sich die Elf von Trainer Cüneyt Köz durch einen verdienten 4:2 (1:1)-Sieg am vergangenen Samstag gegen den FC Kempten erarbeitet. Beim Sechs-Tore-Spektakel fielen drei Treffer vom Elfmeterpunkt.
Zum ersten Mal zeigte Schiedsrichter Fabian Büchner in der zehnten Minute auf den Punkt. Kevin Csatari war die Kugel bei einer Grätsche an die Hand gesprungen, Simon Kolb verwandelte sicher zum 0:1. „Das war eine unglückliche Situation“, erklärte Köz, „aber die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt.“ Trotz des Rückstands gaben die Hausherren in der Folge den Ton an und zeigten die reifere Spielanlage. Der verdiente 1:1-Ausgleich durch Berkan Aydin (43.) nach einer Vorlage von Dzenis Seferovic fiel allerdings erst kurz vor dem Pausenpfiff.
Kempten trifft nur per Elfmeter
Nach dem Seitenwechsel blieben die Manchinger vor 100 Zuschauern geduldig und agierten zugleich mutig – genau so, wie es Köz in seiner Kabinenansprache gefordert hatte. Den 2:1-Führungstreffer durch Sebastian Graßl (63.) nach Zuspiel von Aydin konterten die Gäste wenig später mit ihrem zweiten Strafstoßtreffer. Timo Jung war im Sechzehner zu hastig in einen Zweikampf gegangen, erneut übernahm Kolb (66.) die Verantwortung und verwandelte zum 2:2. Die langen Bälle der Kemptener verteidigten die Manchinger im weiteren Spielverlauf geschickt, der SVM setzte weiter auf seine spielerischen Qualitäten. „Kempten konnte uns eigentlich nur bei den zwei Elfmetern bestrafen, weil wir sonst keine Chancen zugelassen haben“, beschrieb Köz.
In der 80. Minute zeigte Büchner dann nach einem Foul an Vincent Amann erneut auf den Punkt – diesmal für Manching. Graßl ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte seine Farben mit seinem zehnten Saisontreffer erstmals in Führung. Nur eine Zeigerumdrehung später sorgte Csatari (81.), von Luca Bienek bedient, mit dem 4:2 für die Entscheidung. Damit belohnte sich der SVM für einen über weite Strecken starken Auftritt und hält zugleich den Kontakt zur Spitzengruppe. Der Zweite TSV Jetzendorf ist zwei Zähler voraus, Freitaggegner Durach hat als Spitzenreiter fünf Punkte mehr.
Quelle: Norbert Dengler, Donaukurier
