Am 12. Spieltag der Landesliga Südwest gewann der TSV Jetzendorf das Landkreisderby gegen den SV Manching mit 2:0 (0:0). Die Mannschaft von Trainer Markus Pöllner schob sich damit an den Manchingern vorbei und wieder auf den zweiten Tabellenplatz.
„Wir haben heute wieder unser Gesicht gezeigt, das, was uns stark macht. Wir waren sehr präsent und giftig“, sagte Pöllner zufrieden. Aber auch Manchings Trainer Cüneyt Köz hatte trotz der Niederlage wenig an dem Auftritt seiner Mannschaft auszusetzen. „Es klingt vielleicht komisch, aber ich bin mit der Leistung heute sehr zufrieden. Wir haben eine nahezu perfekte erste Halbzeit gespielt, außer, dass wir kein Tor geschossen haben. Aus meiner Sicht müssen wir zur Pause mit zwei oder drei Toren führen. Das war sehr, sehr guter Fußball von meiner Elf. In Jetzendorf so aufzutreten, ist nicht selbstverständlich“, gab er zu Protokoll.
Aydin und Graßl verpassen SVM-Führung
Bereits in der siebten Minute hatte Berkan Aydin die Führung für die Gäste auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzend reagierenden Daniel Witetschek im Jetzendorfer Tor. Auch Sebastian Graßl hätte Manching in Führung bringen können. Die Gastgeber hatten eine gute Gelegenheit durch Luca Broncel. Nach einer durchaus ereignisreichen Halbzeit ging es mit einem 0:0 in die Pause.
„Ich finde, dass beide Mannschaften im ersten Durchgang gute Situationen hatten“, erklärte Pöllner, der allerdings mit der zweiten Halbzeit seines Teams zufriedener war. „Wir haben dann richtig gut verteidigt, die Räume gut eng gemacht und nicht mehr viel zugelassen“, berichtete er. In der 56. Minute schlug Jetzendorf dann aus einer Umschaltsituation eiskalt zu. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie wurde der zur Pause eingewechselte Benedikt Wiegert in die Tiefe geschickt, ging mit seiner Schnelligkeit auf und davon und traf im Duell mit Manchings Keeper Valentin Puhar zum 1:0.
Wiegert mit dem Wirkungstreffer
Es war ein Wirkungstreffer für die Gäste. „Leider haben wir mit einem individuellen Fehler beim Führungstreffer von Jetzendorf mitgeholfen. Nach dem Gegentor war zu merken, dass wir viele junge Spieler dabeihaben. Die Jungs wollten unbedingt den Ausgleich erzielen, wurden aber hektisch, unsauber im Passspiel und haben die taktische Ordnung verlassen. Das war zu chaotisch“, erklärte Köz.
Donnert macht den Deckel drauf
Die Gastgeber hatten durch Leon Heinzlmair und Julius Donnert das zweite Tor schon auf dem Fuß – und erzielten es schließlich in der 83. Minute. Wieder ging dem Treffer ein hoher Ballgewinn voraus und Donnert traf zum 2:0. „Damit war der Deckel auf der Partie. Wir freuen uns sehr über den Derbysieg, aber noch mehr über die gute Reaktion auf die Niederlage in Olching“, sagte Pöllner abschließend.
Auch Köz fand ein positives Fazit. „Die Niederlage ist schade, aber wenn wir schon verlieren, dann so wie heute. Wir sind mitten in einem Prozess, wollen etwas entwickeln und mit solchen Spielen können die Jungs wachsen“, meinte er.
Eine erfreuliche Randnotiz aus Jetzendorfer Sicht ist, dass Abwehrspieler Luca Magiera erstmals seit dem Beginn der vergangenen Saison nach großen Verletzungsproblemen wieder über 90 Minuten in der Landesliga durchspielte.
Quelle: Matthias Gabler, Donaukurier
