Dank eines Doppelpacks des spielenden Co-Trainers Rainer Meisinger hat der SV Manching im vierten Saisonspiel der Landesliga Südwest den dritten Sieg eingefahren. Die beiden Treffer des Spielmachers reichten zum knappen 2:1 (1:0)-Erfolg beim TSV Aindling. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie sich in Aindling präsentiert hat. Es war ein sehr intensives Spiel – und der Sieg war hart erkämpft“, sagte Manchings Trainer Cüneyt Köz erleichtert.
Er hatte seiner Elf als Vorgabe mit auf den Weg gegeben, „sich nicht hinten reinzustellen, sondern situativ zu pressen“, wie er im Anschluss erklärte. Genau dieses aggressive Anlaufen durch Sebastian Graßl führte in der 26. Minute zur Führung. Der Manchinger Torjäger setzte TSV-Keeper Kevin Schmidt derart unter Druck, dass dieser den Ball in höchster Bedrängnis zu Meisinger spielte. Der Routinier nahm das Geschenk dankend an und schob mit seinem zweiten Kontakt mühelos ins leere Tor ein.
Mit einem sehenswerten Freistoß aus rund 20 Metern Torentfernung, den er unhaltbar ins linke untere Eck zirkelte, erhöhte Meisinger (53.) vor den rund 100 Zuschauern kurz nach dem Seitenwechsel auf 2:0 für die Gäste. Entschieden war die Partie damit allerdings noch lange nicht.
Manching verteidigt Führung leidenschaftlich
Die Gastgeber steckten nicht auf und verkürzten in der 64. Minute durch Dominik Isufi auf 1:2. Entsprechend entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Aindling zunehmend Druck aufbaute und den Ausgleich suchte. Erschwerend kam hinzu, dass die Gastgeber im zweiten Durchgang vier frische Kräfte brachten, während Köz aufgrund der Personalnot nicht entscheidend nachlegen konnte. Manching verteidigte jedoch leidenschaftlich, warf sich in jeden Ball und brachte den knappen Vorsprung schließlich mit großem Einsatz über die Zeit.
„Die Druckphase der Aindling haben wir mit dem Glück des Tüchtigen überstanden“, freute sich Köz. Die Gelb-Rote Karte gegen den TSV-Akteur Ibrahim Neziri (90.) hatte keine Auswirkungen mehr auf das Spiel.
Mit dem dritten Sieg untermauerte der SVM seine starke Frühform und setzt sich – bei einem Spiel mehr – zunächst im oberen Tabellendrittel fest. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt indes nicht, denn bereits am Mittwoch (19 Uhr) wartet mit dem Dritten FC Stätzling die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Gelingt im Spitzenspiel der nächste Erfolg, würde sich der SVM frühzeitig in der Spitzengruppe der Landesliga etablieren.
Quelle: Norbert Dengler, Donaukurier
