Der SV Manching hat am Mittwochabend im Nachholspiel des achten Spieltages der Landesliga Südwest gegen den TSV Gersthofen einen wichtigen und verdienten 1:0-Sieg eingefahren. Viel Zeit den Erfolg zu genießen, bleibt der Mannschaft von Trainer Cüneyt Köz allerdings nicht: Bereits am Samstag (13 Uhr) steht das nächste Spiel beim TSV 1865 Dachau an.
Mit der Defensivleistung gegen Gersthofen war Köz hochzufrieden. „Für uns war es wichtig, in erster Linie defensiv wieder stabil zu stehen“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft machte vor 110 Zuschauern die Räume eng, hielt die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen gering und unterband dadurch die Angriffsbemühungen der Gäste. „Wir haben 90 Minuten lang nichts zugelassen“, bilanzierte Köz. Situativ lief Manching auf den Außenbahnen an und versuchte, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Das funktionierte deutlich besser als zuletzt.
Offensiv sah der Coach dagegen noch Verbesserungspotenzial. Durch Verletzungen und Urlaub ist die Mannschaft derzeit nicht eingespielt, zudem muss immer wieder rotiert werden. Dennoch hatte Manching bereits vor der Pause zwei gute Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel kamen zwei weitere hochkarätige Chancen hinzu. Das entscheidende Tor entstand nach einem „geplanten Spielaufbau mit einem tiefen Ball hinter die Kette“, erkannte Köz. Jannik Röber setzte sich an der Eckfahne gegen zwei Gegenspieler durch, zog in den Strafraum und bediente Sebastian Graßl (68.) am ersten Pfosten. Der schloss direkt ab und brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung. „Das Spiel hätte auch 2:0 oder 3:0 ausgehen können“, meinte Köz. Am Ende ist er aber mit dem knappen Erfolg zufrieden gewesen– insbesondere, weil seine Mannschaft im neunten Punktspiel der laufenden Landesliga-Saison erstmals keinen Gegentreffer kassierte.
Eine bittere Nachricht gab es dennoch: Neuzugang Timo Jung (86.) musste nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung verletzt vom Feld. Nach einem Ellbogencheck ins Gesicht erlitt er eine Platzwunde und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Ob er am Samstag schon wieder zur Verfügung steht, ist offen. Viel Zeit für Regeneration und Vorbereitung bleibt ohnehin nicht. Gegen den Tabellensiebten aus Dachau erwartet Köz erneut eine aggressive und kompakte Mannschaftsleistung. „Dieselbe Aggressivität gegen den Ball müssen wir wieder auf den Platz bringen“, fordert der Trainer. Gleichzeitig soll sein Team im Ballbesitz einen Schritt nach vorne machen. Der Sieg in Gersthofen gibt dafür Selbstvertrauen. „Wenn wir das Ganze mit Ball noch ein bisschen besser gestalten, bin ich guter Dinge, dass wir gegen Dachau etwas mitnehmen können“, blickt Köz auf die nächste Aufgabe.
Quelle: Norbert Dengler, Donaukurier
