Landesliga: Deshalb können zehn Manchinger gegen Bobingen am Ende doch jubeln
Mit einem 4:1 (2:0)-Heimsieg gegen den Aufsteiger TSV Bobingen hat der SV Manching am letzten Hinrundenspieltag der Landesliga Südwest die Antwort auf die jüngsten beiden Niederlagen gegeben. Bitter war allerdings die Rote Karte gegen Marcel Posselt (48.).
Der Manchinger Routinier hatte den Ball über seinen Gegenspieler gechippt und ihn anschließend mit dem Fuß am Kopf erwischt. Der TSV-Akteur hatte den Kopf dabei etwas weiter unten, der Kontakt fiel auch nur leicht aus. Für SVM-Trainer Cüneyt Köz eine harte Entscheidung.
Vor 150 Zuschauern legten die Hausherren im Abendspiel einen Blitzstart hin und führten bereits nach neun Minuten mit 2:0. Eine Flanke von Dominik Juric von rechts verwertete Timo Jung (1:0, 5.), ehe Posselt (9.) das 2:0 nachlegte. Der Doppelschlag war die Belohnung für das frühe Anlaufen und die Tatsache, dass die Manchinger die Zweikämpfe im Mittelfeld annahmen. „Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als zuletzt“, freute sich Köz.
Gegentreffer wird zum Weckruf
Nach dem gelungenen Auftakt zogen sich die Manchinger etwas zurück, liefen aber weiterhin situativ an und setzten den Gegner immer wieder unter Druck. Nach dem Platzverweis gegen Posselt schaltete der SVM kurzzeitig in den Defensivmodus, auch als Bobingens Finn Schmutterer (50.) mit Gelb-Rot ebenfalls vom Platz musste. „Das haben die Jungs gar nicht richtig realisiert. Wir haben gut verteidigt, aber viel zu wenig nach vorne gemacht“, berichtete Köz.
Erst der 1:2-Anschlusstreffer durch Georg Zimmermann (74.) hatte den notwendigen „Hallo-wach-Effekt“. Danach investierte der SVM wieder mehr und steigerte sich auch spielerisch. Das wurde belohnt. Einen weiten Ball von Torwart Valentin Puhar legte Jung auf Juric, der in der 79. Minute auf 3:1 erhöhte. Das 4:1 war dann fast eine Kopie des ersten Treffers: Nach einem schönen Diagonalball von Luca Oehler brachte Luca Bienek den Ball nach innen, wo Graßl (85.) den 4:1-Endstand markierte. „Diesen Spielzug hatten wir genauso einstudiert“, freute sich Köz.
Mit dem neunten Saisonsieg hat der SVM die Negativserie beendet und zum Abschluss der Hinserie nochmal ein Zeichen gesetzt. Vor allem die Effizienz in der Anfangsphase und die Reaktion nach dem Anschlusstreffer dürften dem Team Selbstvertrauen geben. Als nächstes geht es an diesem Samstag (14 Uhr) daheim gegen das punktlose Schlusslicht TSV Weißenburg.
Quelle: Norbert Dengler, Donaukurier
